Hinter dem Hackerangriff auf die Kryptobörse Binance steckt nach Angaben des FBI die nordkoreanische Gruppe TraderTraitor. Das berichtete heise online unter Berufung auf die US-Bundespolizei; zuvor hatte bereits die Analysefirma TRM Labs der Gruppe die Tat zugeschrieben. Laut FBI geht es um mehr als sechs Milliarden US-Dollar. Es ist damit der bislang größte Angriff auf eine Digitalwährungsbörse; den bisherigen Rekord hielt der Diebstahl von rund 1,5 Milliarden Dollar bei Bybit Anfang 2025, der ebenfalls Nordkorea zugeschrieben wurde.
Nach Erkenntnissen von TRM bewegten die Angreifer einen Großteil der Summe binnen 20 Minuten. Das FBI rief Unternehmen auf, Ein- und Auszahlungen von bestimmten Adressen zu blockieren, um die Geldwäsche zu erschweren. Ein Teil der Beute wurde eingefroren; die Schätzungen dazu reichen von 2,7 Milliarden (TRM) bis 2,85 Milliarden Dollar (Elliptic).
Binance-Chef und Unternehmen erklärten laut The Verge, 90 Prozent der gestohlenen Mittel seien bereits aus eigenen Mitteln ersetzt worden, den Rest wolle man ebenfalls übernehmen. Die Auszahlungen sollten am Sonntag, 1. November, wieder anlaufen. Binance hatte den Vorfall zunächst auf den kompromittierten Laptop eines DevOps-Ingenieurs zurückgeführt, geht inzwischen aber von mehreren Einfallstoren und einem komplexen Angriff aus.


