Am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg läuft eine KI-gestützte Videoüberwachung an. Laut rbb24 erfassen 30 Kameras an 15 Standorten rund um die Uhr den Platz; ab Anfang November beginnt der Echtbetrieb mit einer vierwöchigen Probephase. netzpolitik.org berichtet, dass die Anlage bereits seit dem 28. Oktober läuft.

So funktioniert das System

Die Software analysiert die Bilder in Echtzeit auf Bewegungsmuster, die auf Gewalt hindeuten, etwa Schlägereien. Laut Polizei Berlin bleibt der Monitor auf der Wache im Stand-by, bis das System eine mögliche Gefahrensituation erkennt. Dann entscheiden Beamtinnen und Beamte, ob sie eingreifen. Die Aufnahmen werden laut rbb24 nach 30 Tagen gelöscht, sofern sie nicht als Beweismittel dienen.

Die Kritik

netzpolitik.org kritisiert, die automatisierte Dauerüberwachung beiße sich mit der Unschuldsvermutung. Über die Zukunft der Kameras dürfte auch in den anstehenden Berliner Koalitionsverhandlungen gestritten werden.