Das Start-up Satlyt will bestehende Satelliten zu Netzwerken für die Datenverarbeitung verbinden – ähnlich dem Konzept orbitaler Rechenzentren. Wie TechCrunch am 30. Oktober berichtete, hat das Unternehmen nach 13 Monaten Arbeit Anfang Oktober einen erfolgreichen Test absolviert. Gemeinsam mit der University of Houston im Rahmen eines von der NASA finanzierten Forschungsprojekts zeigte Satlyt, wie seine Software Aufgaben im Orbit auf Computer verteilen kann, abhängig von verfügbarer Rechenleistung und Kommunikationsverbindungen.

Im Test erzeugte die Software ein simuliertes Netz aus vier Computern, vier Nutzern und acht Diensten. Ein physischer Computer an Bord eines Raumfahrzeugs plante die Verteilung und schickte die Ergebnisse zur Erde. Wie die Rechner Daten in der Praxis untereinander austauschen, wenn mehrere physische Systeme beteiligt sind, soll erst in weiteren Tests untersucht werden. Die Software läuft laut Gründer Rama Afullo bereits auf drei Satelliten. Die NASA hat Satlyt allerdings bislang für keine konkrete Mission ausgewählt.

Nutzer des Systems sollen künftig nur noch Berechtigungen, Prioritäten und Betriebsgrenzen festlegen; die Software trifft innerhalb dieser Grenzen die Entscheidungen. Afullo beschreibt das Ergebnis als Abwägung: Ein Ansatz funktionierte am besten, benötigte aber mehr Rechenleistung als die anderen.