In der deutschen Logistik laufen Papier und digitale Abläufe weiter nebeneinander. Das zeigt eine repräsentative Bitkom-Befragung von 502 Logistikunternehmen ab 20 Beschäftigten, die der Digitalverband am 28. Oktober veröffentlichte und über die auch die VerkehrsRundschau berichtet. Drei Viertel (76 Prozent) nutzen digitale Frachtbriefe zumindest teilweise. Ausschließlich digital arbeiten aber nur 7 Prozent, weitere 32 Prozent überwiegend. 37 Prozent setzen sie nur vereinzelt ein.

Damit hat sich die Nutzung seit 2022 kaum verändert; damals verwendeten 77 Prozent der Unternehmen digitale Frachtbriefe zumindest teilweise. 22 Prozent nutzen sie heute gar nicht. Davon haben 13 Prozent die Einführung inzwischen konkret geplant, 2022 waren es erst 6 Prozent. Weitere 7 Prozent ziehen einen Einsatz grundsätzlich in Erwägung. Nur 2 Prozent aller Logistikunternehmen haben keine digitalen Frachtbriefe genutzt und erwägen das auch nicht.

Gleichzeitig wächst der Wunsch nach Verbindlichkeit: 54 Prozent sprechen sich dafür aus, digitale Frachtbriefe verpflichtend zu machen, nach 47 Prozent im Jahr 2022. Laut Bitkom kosten parallele digitale und papierbasierte Abläufe Zeit.

Digitale Frachtbriefe stellen Angaben zu Ware, Ziel und Empfänger elektronisch bereit und erlauben den direkten Austausch zwischen Verladern, Transportunternehmen und Empfängern. Für mittelständische Speditionen hängt der Nutzen stark davon ab, ob Partner entlang der Kette mitziehen.