Die Bürgerrechtsorganisation NAACP darf ihre Klage gegen xAI fortführen. Die oberste Bundesrichterin des Northern District of Mississippi, Debra M. Brown, lehnte den Antrag des inzwischen zu SpaceX gehörenden KI-Unternehmens und seiner Tochter MZX Tech ab, das Verfahren abzuweisen.

Worum es geht

Die Klage betrifft Gasturbinen, die das Rechenzentrum Colossus bei Memphis mit Strom versorgen. Der Southern Environmental Law Center, der die NAACP vertritt, wirft xAI laut TechCrunch vor, mindestens 35 Verbrennungsturbinen und weitere Emissionsquellen ohne die nötigen Genehmigungen betrieben und damit gegen den Clean Air Act verstoßen zu haben. xAI argumentierte, die Turbinen seien als mobile Anlagen genehmigungsfrei, und bestritt die Klagebefugnis.

Die Richterin wies alle drei Argumente zurück: Die Kläger seien klagebefugt, die Turbinen keine „mobilen Quellen“ im Sinne des Umweltplans von Mississippi, und die Bürgerklage-Regelung des Clean Air Act sei verfassungsgemäß. Über einen Rechtsverstoß ist damit nicht entschieden, das Verfahren läuft nur weiter.

Vorgeschichte

Laut CNBC hatte dasselbe Gericht rund zwei Wochen zuvor bereits einen Antrag des US-Justizministeriums zurückgewiesen, das Verfahren zu beenden. Die Regierung darf dem Prozess beitreten, ihn aber nicht einseitig einstellen.