Der Berliner Netzwerkhersteller Fritz! legt offen, wie lange seine Geräte mindestens mit Software-Updates versorgt werden. Auf einer neuen Seite zum „Status der Produktunterstützung“ nennt das Unternehmen für jedes Modell ein konkretes Datum, berichtet ComputerBase. Für alle neuen Produkte gilt demnach eine Update-Unterstützung von mindestens sechs Jahren.

Ein Datum für jedes Gerät

Die Übersicht umfasst FritzBoxen und Repeater, aber auch Smart-Home-Geräte und Telefone der FritzFon-Reihe. Neben der aktuellen Fritz!OS-Version zeigt eine neue Spalte „Updates verfügbar bis mindestens“ das garantierte Support-Ende. Über die Auswahl „Weitere Modelle“ lassen sich ältere Geräte einblenden. Auch für Geräte, die keine Updates mehr erhalten, nennt Fritz! das Ende der Unterstützung. Bei der weit verbreiteten Fritz!Box 7490 war das laut ComputerBase der 1. Oktober 2025.

Marktstart statt Kaufdatum

Für die Mindestdauer ist der Marktstart eines Produkts ausschlaggebend, nicht das Kaufdatum. Die Herstellergarantie für die Hardware bleibt davon unberührt und beginnt weiterhin mit dem Erstkauf. Die Software-Unterstützung kann deshalb je nach Kaufdatum kürzer oder länger als die Garantie ausfallen. Wer ein Modell erst spät im Lebenszyklus kauft, erhält entsprechend weniger garantierte Update-Jahre.

Fritz! kann laut ComputerBase auch über das genannte Datum hinaus Updates liefern, etwa um schwere neue Sicherheitslücken bei verbreiteten Modellen zu schließen. Das Datum ist eine Untergrenze, kein festes Ende.

Updates heißt nicht neue Funktionen

Garantiert sind Updates, aber nicht zwingend neue Funktionen. Fritz! kann sich je nach Modell auf Fehlerbehebungen und das Schließen von Sicherheitslücken beschränken und Neuerungen aktuellen Routern vorbehalten. Erst Ende September hatte der Hersteller mit Fritz!OS 8.50 ein großes Update gestartet, zunächst für die Fritz!Box 7690, ältere Modelle folgen schrittweise.

Einordnung

Router sind das Tor zwischen Firmennetz und Internet und ein beliebtes Ziel von Angreifern. Geräte ohne Sicherheitsupdates sind ein reales Risiko, gerade in kleinen Betrieben, in denen die FritzBox oft jahrelang unbemerkt läuft. Mit dem Cyber Resilience Act der EU müssen Hersteller künftig ohnehin angeben, wie lange sie Sicherheitsupdates für vernetzte Produkte liefern.

Wer mehrere Standorte betreut, kann die Daten in eine einfache Geräteliste übernehmen und so den Überblick behalten. Für Geräte, deren Support bereits ausgelaufen ist, sollte ein Austausch zeitnah geplant werden, besonders wenn sie direkt am Internetanschluss hängen. Zusätzlich empfiehlt es sich, automatische Updates in der Benutzeroberfläche zu aktivieren, damit Sicherheitskorrekturen ohne Verzögerung ankommen und nicht vergessen werden.