Unternehmen und Behörden in Deutschland geben deutlich mehr für IT-Sicherheit aus. Wie der Digitalverband Bitkom zur Messe it-sa in Nürnberg auf Basis von IDC-Daten mitteilte, steigen die Ausgaben 2026 voraussichtlich um 11,7 Prozent von 12,8 auf 14,3 Milliarden Euro. Für 2027 wird ein Plus von 10,7 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro erwartet.

Mehr als die Hälfte des Marktes entfällt auf Sicherheitssoftware mit 7,8 Milliarden Euro, ein Plus von 14,5 Prozent. Dienstleistungen kommen auf 5,3 Milliarden Euro, Hardware wie Firewalls auf 1,2 Milliarden Euro. Der Anteil der IT-Sicherheit an den IT-Budgets bleibt laut Bitkom aber bei durchschnittlich 18 Prozent und damit unter dem von Bitkom und BSI empfohlenen Richtwert von 20 Prozent. Als Treiber nennt Bitkom-Geschäftsleiterin Susanne Dehmel den Cyber Resilience Act und die Umsetzung der NIS-2-Richtlinie.

Wie sich die Bedrohungslage verändert, zeigt eine weitere Bitkom-Befragung von 1.126 Personen ab 16 Jahren: 9 Prozent der Internetnutzer wurden in den vergangenen zwölf Monaten mit einem Deepfake getäuscht, vor einem Jahr waren es 3 Prozent. Insgesamt wurden 64 Prozent Opfer von Cyberkriminalität. Dehmel rät, bei ungewöhnlichen Anrufen oder dringenden Zahlungsaufforderungen immer über einen zweiten Kanal nachzufragen.

Für kleinere Betriebe ist das besonders relevant, etwa wenn gefälschte Stimmen von Vorgesetzten Überweisungen anstoßen sollen.