Microsoft erweitert die neue Windows-Suche, die derzeit im Experimental-Kanal des Windows Insider Program getestet wird. Mit der Build 26340.9843 vom 30. Oktober schaltet der Konzern weitere sogenannte Inline-Aktionen frei, berichtet ComputerBase. Damit lässt sich der PC direkt über Sucheingaben steuern, etwa mit „Lautstärke auf 40 setzen“. Microsoft beschreibt die Neuerungen in den offiziellen Release Notes.
Schieberegler direkt in der Suche
Laut Microsoft lassen sich Lautstärke, Bildschirmhelligkeit und Mauszeigergröße nun mit Schiebereglern anpassen, die direkt im Suchergebnis erscheinen. Die Aktionen seien klarer beschriftet, vorgeschlagene Aktionen sollen helfen, weitere Möglichkeiten zu entdecken. Damit löst die Suche ein Versprechen ein, das die Copilot-Entwicklung seit Jahren begleitet: den PC mit natürlicher Sprache zu bedienen.
Neu sind zudem „Phone actions“. Ist ein Smartphone über Phone Link verbunden, lässt sich aus der Windows-Suche heraus ein Kontakt anrufen, eine Nachricht schreiben oder der Nicht-stören-Modus aktivieren. Android wird bereits unterstützt, iPhone-Unterstützung soll laut Microsoft Anfang kommenden Jahres folgen.
Reichere Ergebnisse und Filter
Auch die normalen Suchergebnisse werden ausgebaut. Bei Dateien wie Präsentationen oder Word-Dokumenten zeigt die Suche Vorschaubilder samt Speicherort, Autor und Änderungsdatum. Web-Antworten zu Wetter, Aktienkursen und Fakten werden integriert, außerdem Apps und Spiele aus dem Microsoft Store. Store-Ergebnisse lassen sich wie Web-Ergebnisse in den Datenschutzeinstellungen abschalten. Filter für Dateien und Ordner, Einstellungen und Aktionen sollen die Suche übersichtlicher machen, per Rechtsklick können Nutzer Ergebnisse bewerten.
Die neue Suche öffnet sich derzeit unten mittig auf dem Bildschirm. Microsoft arbeitet nach eigenen Angaben daran, dass sie sich an andere Positionen der Taskleiste anpasst.
Schrittweiser Rollout
Die Funktionen werden schrittweise an Insider im Experimental-Kanal verteilt und sind daher nicht auf allen Systemen sichtbar. ComputerBase beschreibt, wie sich die Suche über die Feature-Einstellungen oder mit dem Werkzeug ViVeTool freischalten lässt. Microsoft weist wie üblich darauf hin, dass Funktionen aus Insider-Builds sich ändern oder nie allgemein erscheinen können.
Einordnung
Die Richtung ist klar: Microsoft will die Suche vom Nachschlagewerkzeug zur Kommandozentrale machen, in der Nutzer Dinge erledigen statt nur finden. Für viele Anwender kann das bequem sein, etwa wenn Einstellungen schneller erreichbar sind.
Bis dahin bleibt abzuwarten, welche der Funktionen tatsächlich in die reguläre Windows-Version gelangen und wie sie sich in verwalteten Umgebungen konfigurieren lassen.



