Apple hat sein Geschäftsjahr 2026 mit einem starken Quartal abgeschlossen. Im vierten Geschäftsquartal, das am 26. September endete, stieg der Umsatz laut Apple um 12 Prozent auf 114,5 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn lag laut MacRumors bei 30,7 Milliarden Dollar oder 2,10 Dollar je Aktie, nach 27,5 Milliarden Dollar oder 1,85 Dollar im Vorjahresquartal. Die Bruttomarge betrug 47,9 Prozent.

iPhone-Rekord ohne neues Standardmodell

Den größten Beitrag lieferte das iPhone mit 57,58 Milliarden Dollar Umsatz, ein Plus von 17 Prozent und laut The Verge ein Rekord für das Quartal. Bemerkenswert ist, dass Apple im September kein neues Standardmodell, sondern nur das iPhone 18 Pro und Pro Max auf den Markt gebracht hatte. Zugleich erhöhte Apple die Preise älterer Modelle. Vorbestellungen für das erste faltbare iPhone, das iPhone Duo, sind in den Zahlen noch nicht enthalten.

Das Mac-Geschäft wuchs um 24 Prozent auf 10,79 Milliarden Dollar, die Dienste mit App Store, Apple TV und Apple Music erreichten 31,57 Milliarden Dollar. Das iPad schwächelte dagegen: Der Umsatz sank um 10 Prozent auf 6,23 Milliarden Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr meldet Apple 478,8 Milliarden Dollar Umsatz und 132,2 Milliarden Dollar Nettogewinn, jeweils Rekordwerte.

Vorräte gegen die Speicherkrise

Auffällig ist ein Posten in der Bilanz. Laut TechCrunch stiegen Apples Lagerbestände von 11,09 Milliarden Dollar im dritten auf 14,54 Milliarden Dollar im vierten Quartal. Im Jahresvergleich bedeutet das ein Plus von 154 Prozent gegenüber 5,72 Milliarden Dollar. Apple lagert vor allem Speicher ein, dessen Preise wegen der Nachfrage aus KI-Rechenzentren stark gestiegen sind.

„Wir hatten höhere Speicherkosten als im Juni-Quartal, was teilweise durch den Vorteil unserer Lagerbestände und niedrigere Kosten bei anderen Komponenten ausgeglichen wurde“, sagte Apple-Chef John Ternus laut The Verge im Interview mit CNBC. Wie andere Gerätehersteller kämpft Apple mit Engpässen in der Lieferkette und hat die Preise mehrerer Produkte erhöht. Das iPhone Duo war zum Start nur in begrenzter Zahl in den Läden erhältlich, manche Lieferzeiten reichen bis 2027.

Dividende und Ausblick

Im Gesamtjahr wuchs Apple damit deutlich: Der Umsatz lag rund 15 Prozent über dem bisherigen Rekord von 416,2 Milliarden Dollar aus dem Geschäftsjahr 2025, der Nettogewinn stieg von 112,0 auf 132,2 Milliarden Dollar. Mit dem iPhone Duo und den Pro-Modellen setzt Apple stärker auf höherpreisige Geräte, was die Umsätze trotz Lieferengpässen stützt. Apples Verwaltungsrat beschloss eine Bardividende von 0,27 Dollar je Aktie, zahlbar am 16. November an Aktionäre, die am 12. November im Register stehen.